Grüncamp: Was passiert mit Euren Ideen?

gruenewienAm 20. Februar ab 14 Uhr findet im Grünen Haus in der Lindengasse 40 das erste GrünCamp statt, bei dem ihr Eure Ideen für den Wahlkampf der Grünen Wien einbringen könnt. Alle, die gemeinsam mit den Grünen für einen Wahlsieg bei den Gemeinderats- und Landtagswahlen am 10. Oktober helfen wollen sind willkommen! Wer möchte kann sich auf Facebook anmelden und dort bereits jetzt mitdiskutieren.

Was passiert mit Euren Ideen?

Das Wichtigste, damit eure Idee Wirklichkeit wird: Verbündete finden. Das GrünCamp verstehen sich in erster Linie als Vernetzungsplattform.

Was die konkrete Umsetzung betrifft, gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Ihr findet auf einem der GrünCamps bzw. auf Facebook Verbündete für die eigenständige Umsetzung Eurer Vorschläge. Im Rahmen der wahlstrategischen Erfordernisse werden die Grünen Wien dabei mit der nötigen Infrastruktur (Logos, Infomaterial, Kontakte etc.) unterstützen.
  2. Ihr könnt mit Eurer Idee nicht nur potenzielle Verbündete, sondern auch eine neunköpfige Jury (Namen folgen demnächst) überzeugen, dass das Wahlkampfteam der Grünen Wien für die Umsetzung infrastrukturelle, personelle und/oder finanzielle Ressourcen bereitstellt.
  3. Ihr wollt keine eigenen Ideen umsetzen, sondern Euch bei einer der bereits bestehenden Mitmach-Strukturen der Grünen Wien bzw. bei einem der Projekte einklinken, die auf dem GrünCamp und etwas später auf http://gruencamp.at vorgestellt werden.

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O mundo é nosso!

Marcelo Cordeiro Correia war in Leipzig bei meiner Show und berichtet darüber in seinem Weblog (auf  Portugiesisch):

Como sempre, a melhor conversa acontece a uma mesa de bar e não entre estandes de editoras. No sábado, depois do desfile de Mangá disfarçado de feira do livro, fomos ao magnífico teatro UT Connewitz de Leipzig, um dos cinemas mais antigos da Alemanha, para assistir à leitura de O mundo é nosso, do austríaco Klaus Werner-Lobo.

Felizmente ainda não restaurado, o teatro ainda conserva a abóbada e as tribunas originais, de 1912. Alguém poderia pensar que aquilo tudo era um desperdício para uma simples leitura. Um cantinho do considerável palco bastaria para todos os objetos necessários para fazer literatura: uma mesinha redonda e cadeira, um abajur iluminando o livro. Só faltava o escritor. „O mundo é nosso!“ weiterlesen

Buchpräsentation in Berlin und Bremen

Am kommenden Montag (13.10.) werde ich Uns gehört die Welt! Macht und Machenschaften der Multis im Berliner Radialsystem V präsentieren – um 19h in der Holzmarktstr. 33, 10243 Berlin.

Wie in Wien (Fotos hier) wird das keine „normale“ Präsentation oder gar Lesung, sondern eine Show. Mehr Infos hier (pdf).

Tags darauf folgt die Präsentation in Bremen, also am 14.10. ebenfalls um 19h in der Stadtbibliothek (Wallsaal). Weitere Termine hier.

30.9.: Buchpräsentation in Wien

Am kommenden Dienstag pünktlich um 19h wird Uns gehört die Welt! in Wien der Öffentlichkeit präsentiert. Und zwar im großen Saal des AK-Bildungszentrums (4., Theresianumgasse 16-18).

Das wird keine klassische Buchpräsentation, das wird ein Spektakel. AK-Vizepräsidentin Dwora Stein begrüßt, dann gibt’s das brandneue Kurzvideo von pooldoks über das Buch, im Anschluss liefere ich meine Vortragsshow und dann moderiert Corinna Milborn eine Publikumsdiskussion. Zu guter Letzt laden Fairtrade und Hanser zu fairen Säften, Kaffee und Wein.

Ich mag den Osten

Erstens muss einmal gesagt werden, dass Görlitz/Zgorzelec die schönste Stadt Deutschlands ist. Die mittelalterliche Altstadt ist von Kommerzarchitektur noch kaum behelligt, und dann ist das von seiner Bevölkerung in Ermangelung wirtschatlicher Perspektiven zunehmend verlassene Städtchen auch noch so großzügig, ganze zwei Länder in sich zu beherbergen, obwohl sich seine deutschen und polnischen BürgerInnen oftmals gar nicht grün sind.

Mein Vortrag dort wurde von der Online-Tageszeitung Ethiker sehr ausführlich kommentiert und mittels Bildstrecke der Ewigkeit anheimgestellt.

Auch Rostock ist mindestens fünfzigmal so gut wie sein Ruf. Sehr norddeutsch, sehr nett, wie fast alle Norddeutschen. Mit dem gewissen Etwas des Ostens, das man mir glaubwürdig als Folge einer dann eben doch stärkeren Erziehung zur Solidarität beschrieben hat. Mal sehen wie lange das noch hält.

Mein Vortrag gemeinsam mit Toralf Staud („Wir Klimaretter„) und das anschließende Konzert gestern waren gut besucht, auch diesmal wurde Benzin verschüttet und Feuer in die Herzen gelegt. (Foto: Nordeutsche Neueste Nachrichten)

Update: Bericht der Zeitung Neues Deutschland über den Vortrag in Rostock.

Vorträge und Workshops in Deutschland

Von 5. bis 13. Juni bin ich auf Vortragsreise in Deutschland. Hier die Stationen:

Die Vorträge sollen vor allem dazu motivieren, gegen die scheinbare Übermacht der Multis aufzutreten. Ob ich dafür choreographische Anleihen bei Microsoft-Chef Steve Ballmer nehmen werde ist noch ungeklärt:

In Gott’s Nam

Ich habe hier bereits mehrfach über den Anarcho-Clown Leo Bassi berichtet, dessen religionskritisches Stück „La Revelación“ wütende Reaktionen katholischer Fundamentalisten – bis hin zum versuchten Terroranschlag – hervorgerufen hat. Das Video zeigt, mit welchem Eifer dieser Kreuzzug in Spanien geführt wird.

Leo Bassi geht mit der englischsprachigen Version seines Stücks (Auszüge siehe Video unten) heuer auf Deutschlandtournee und wird es am 16. und 17. Mai auch im Linzer Posthof und im Wiener Orpheum präsentieren – rechtzeitige Kartenreservierung empfohlen.

Aus der Bananenrepublik

Weil ich hier im letzten Oktober den Buchtitel „Shopping hilft die Welt verbessern“ kritisiert habe, wurde ich zu einem Streitgespräch mit Buchautor Fred Grimm eingeladen. Das „Forum Umweltbildung“, eine vom österreichischen Umweltministerium abhängige Institution, vereinbarte mit uns beiden ein Vortragshonorar und bat, zwei Alternativtermine zu reservieren. Vorletzte Woche erhielt ich jedoch einen Anruf, dass man mich leider ausladen müsse, weil ich einem Ministeriumsbeamten „ein Dorn im Auge“ sei.

Tatsache ist, dass ich mich vor sieben (!) Jahren gegenüber Oberrat Dr. Peter Iwaniewicz geweigert hatte, das Buch Prost Mahlzeit Seite an Seite mit dem Minister der damals neuen rechtskonservativen Regierung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Buchrecherche war vom Ministerium (also vom Steuerzahler) finanziert worden, was für mich nicht bedeutete dass ich zur Werbung für einen Politiker verpflichtet wäre. Iwaniewicz drohte daraufhin unter anderem, meinem damaligen Arbeitgeber die finanziellen Mittel zu kürzen, was ich als Erpressung empfand und ihm Missbrauch seines Amtes vorwarf. Nun, sieben Jahre später, wird dafür die Glaubwürdigkeit des Forum Umweltbildung gegenüber seinen Referenten geopfert: Als Begründung für den Vertragsbruch konnte man mir lediglich die Befindlichkeit des Beamten nennen.

Ich habe nun im Büro von Bundesminister Josef Pröll nachgefragt, ob es „in Ihrem Sinne bzw. mit ihrem Einverständnis geschieht, wenn Veranstaltungen Ihres Ministeriums nach persönlichen Sympathien einzelner Beamten und nicht nach rein fachlichen Kriterien besetzt werden.“ Über Reaktionen wird hier berichtet werden.

Kein Experte für Gewissensfragen

Gestern habe ich in Duttendorf bei Ach (da fährt man gern hin!) einen Vortrag über das Schwarzbuch Markenfirmen gehalten. Davor hat mich die Braunauer Rundschau interviewt:

Achten Sie in Ihrer näheren Umgebung besonders auf die Marke?
Ich hab in meinem Freundeskreis zum Glück keine wandelnden Litfass-Säulen, die sich als Gratiswerbefläche für Logos zur Verfügung stellen, und den Leuten aufs Etikett am Gnack schauen tu ich üblicherweise nicht.
Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Erstes Date mit der Traumfrau und sie trägt eine schicke Adidas-Jacke. Was machen Sie?
Ich versuch sie dazu zu kriegen sie auszuziehen.
Haben Sie das Gefühl, die Welt ein Stück weit verbessert zu haben?
Das wechselt täglich, oder? Manchmal legt man sich abends ins Bett und denkt: Es war ein Scheißtag. Und manchmal glaubt man die Welt ein Stück weit verbessert zu haben, weil man gut gekocht, gut geredet, guten Sex gehabt oder ein gutes Buch geschrieben hat.
Gerade bei Kindern und Jugendlichen sind Markenprodukte oft ein Muss. Wie kann man dem Marken-Kult entgegenwirken?
Wenn sie wirklich glauben dass das ein Muss ist, sollte man ihnen vielleicht sagen dass das nicht stimmt. Man muss nämlich gar nichts und darf ruhig selber denken und sich zum Beispiel seine Freunde nach Kriterien wie Zuneigung, Interesse, Solidarität, Großzügigkeit usw. aussuchen.
Konkrete Handlungstipps?
Das beste ist immer, gemeinsam mit anderen etwas zu machen. Man kann zum Beispiel in eine Einkaufsstraße gehen und dort die KundInnen über die kriminellen Praktiken der Konzerne informieren.
Was kann ich überhaupt noch kaufen ohne hinterher ein schlechtes Gewissen zu haben?
Ich bin Journalist und nicht Pfarrer, also kein Experte für Gewissensfragen. Als Journalist sage ich: Kaufen Sie was Sie brauchen, kaufen Sie nicht was Sie nicht brauchen und teilen Sie so viel wie möglich, das macht glücklich.