narrenfrei-Podcast #8 mit Sandra Frauenberger

Sandra Frauenberger war fast zwölf Jahre lang als Stadträtin zunächst für die Wiener Integrations- und Frauenpolitik, danach auch für Bildung und zuletzt für Soziales und Gesundheit verantwortlich. Vor genau einem Jahr trat sie zurück und leitet nun den Dachverband der Wiener Sozialeinrichtungen. Im Gespräch mit ihr wurde mir bewusst wie sehr so integre, liebevolle, kompetente und feministische Menschen wie sie in der Politik fehlen.

Im narrenfrei-Podcast spricht sie über die Gründe ihres Rücktritts, über hetzerische Medien und parteiinterne Intrigen und warum sie ihren Job als Integrations- und Frauenstadträtin geliebt hat, es aber aus heutiger Sicht bereut, Sozialstadträtin geworden zu sein. Wir reden über Gestaltungsmacht, Kränkungen, narzisstische Bestätigungen und destruktive Anerkennungssucht in der Politik und fragen uns, warum nicht mehr Politiker_innen professionelles Coaching in Anspruch nehmen. Und am Schluss beantwortet Frauenberger – wie alle meine Gäste – die Wunderfrage und erzählt was sie liebt.

Links

Sandra Frauenberger auf Facebook

Dachverband der Wiener Sozialeinrichtungen

Updates zu neuen Podcastfolgen und zu meinen Workshops kriegt ihr, wenn ihr hier (ganz unten auf der Seite) den narrenfrei-Newsletter abonniert oder der narrenfrei-Gruppe auf Facebook beitretet.

Außerdem könnt ihr den Podcast auch auf Itunes, Spotify usw. sowie als RSS-Feed abonnieren.

narrenfrei-Podcast #7 mit Hosea Ratschiller

Hosea Ratschiller ist Schauspieler, Kabarettist, Kolumnist, Satiriker, Moderator und Radiomacher. Aber auch ein gleichermaßen sensibler und scharfsinniger Analytiker und Ankläger der aktuellen politischen Verhältnisse. Im narrenfrei-Podcast reden wir über Komik und was diese mit Schamlosigkeit und dem Riskieren der eigenen Souveränität zu tun hat.

Wir sprechen über die Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit und über den politischen Nutzen von Humor. Hosea findet eine interessante Erklärung für den Aufstieg der Rechten und das Versagen der Linken und äußert sogar den Verdacht, dass Politik als Beruf nichts für Menschen wie mich sei, die ein Problem mit Parteiräson haben. Möglicherweise hat er recht.

Links

http://www.hosearatschiller.at Homepage von Hosea Ratschiller

Das im Podcast besprochene Facebookposting

Updates zu neuen Podcastfolgen und zu meinen Workshops kriegt ihr, wenn ihr hier (ganz unten auf der Seite) den narrenfrei-Newsletter abonniert oder der narrenfrei-Gruppe auf Facebook beitretet.

Außerdem könnt ihr den Podcast auch auf Itunes, Spotify usw. sowie als RSS-Feed abonnieren.

narrenfrei-Podcast #6 mit Birgit Hebein

„Pfoah du stellst schwere Fragen“, meint die Wiener Grüne Spitzenkandidatin und zukünftige Vizebürgermeisterin Birgit Hebein im narrenfrei-Podcast. Dennoch ist schwer zu überhören, dass es sich hier nicht um ein kritisches Interview handelt, sondern um ein Gespräch, das glaube ich dazu beiträgt, eine Politikerin etwas näher kennenzulernen, mit der ich fünf Jahre lang ein Zimmer teilen durfte. Eine Politikerin, die ich zwar schon damals vor allem für ihre Glaubwürdigkeit und ihren bedingungslosen Einsatz für soziale Rechte geschätzt, aber möglicherweise unterschätzt habe, und die ich heute auch für ihre Klugheit, ihre Umsicht und Umsetzungsfähigkeit bewundere.

„Ich bin angetreten, um eine andere Geschichte zu erzählen“, sagt Birgit, „nämlich die Geschichte: Was kann man tun gegen die Klimakrise, welche sozialen Auswirkungen hat das und wie bedingt sich das gegenseitig. Ich bin überzeugt, all diese Diskussionen führen letztendlich immer zu einer Frage: der von oben und unten.“

Gleichzeitig warnt die bekennende Linke: „Ui, bitte ned erwarten dass ich jetzt alles anders mache.“ Etwa bei der Frage, ob sie dafür zu haben wäre, dass die Zivilgesellschaft – und nicht zwei regierende Parteien – die Stadt gestaltet: „Jetzt wär’s wahnsinnig verlockend einfach zu sagen: Ja! Aber neun Jahre Regierungsbeteiligung prägen schon auch.“

Und wie würde Wien in fünf Jahren aussehen, wenn Birgit Hebein als Bürgermeisterin allein regieren könnte? „Ich möchte dazu beitragen, dass die Menschen in Wien ohne Angst einschlafen und ohne Angst aufwachen können, und daran will ich gemessen werden. (…) Ich habe in der neuen Funktion enorm viel Verantwortung, und die werde ich wahrnehmen. Aber Leben zu verändern, zu verbessern, das geht nur gemeinsam.“

Links

http://birgithebein.at Homepage von Birgit Hebein

Updates zu neuen Podcastfolgen und zu meinen Workshops kriegt ihr, wenn ihr hier (ganz unten auf der Seite) den narrenfrei-Newsletter abonniert oder der narrenfrei-Gruppe auf Facebook beitretet.

Außerdem könnt ihr den Podcast auch auf Itunes, Spotify usw. sowie als RSS-Feed abonnieren.

Solidarität gegen die Multis

„Wir müssen uns ausführlich um das Selbstbewusstsein der Menschen kümmern“

Die luxemburgische Revue – De Magazin fir Lëtzebuerg hat mit mir über die Macht und Machenschaften der multinationalen Konzerne, aber auch über Selbstermächtigung mithilfe der narrenfrei-Workshops geredet:

„Ich verstehe darunter die Freiheit von Konventionen, Rollenbildern und fremden Erwartungshaltungen. Ich kann nicht perfekt sein in der Art und Weise, wie es das Wirtschaftssystem, die Werbung und autoritäre Strukturen von mir verlangen. Ich scheitere daran. Wir scheitern alle daran. Wir lachen über gute Clowns nicht, weil sie so lustig sind, sondern weil sie etwas zeigen, was wir verbergen: unsere eigene Lächerlichkeit.“ So könne man auch gefährlich für die Mächtigen werden: wenn man dieScham und die Angst verloren hat, nicht dazu zu gehören.


Nach der Empörung

Am 14. März erscheint das neue Buch von Klaus Werner-Lobo – eine Anleitung zum Selberhandeln!

CoverKlaus Werner-Lobo
Nach der Empörung. Was tun, wenn wählen nicht mehr reicht.
Deuticke Verlag, Erscheinungsdatum: 14.03.2016
208 Seiten, € 18,90
ISBN 978-3-552-06313-6
eBook ISBN 978-3-552-06324-2

Wie wir erfolgreich die Welt verändern

Demonstrationen und Proteste auf der einen, Resignation und Politikverdrossenheit auf der anderen Seite. Gemeinsam ist vielen Bürgern das Gefühl, dass Politiker und Parteien nicht mehr halten, was man sich in einer Demokratie von ihnen erwartet. Was aber hilft wirklich, wenn wir uns über Stillstand, Korruption und Unmenschlichkeit ärgern? Klaus Werner-Lobo, der die Politik aus verschiedenen Perspektiven kennt – als Aktivist, als Autor und als Politiker –, macht Mut auf Engagement in unserer Gesellschaft. Anhand konkreter Erfolgsstorys zeigt er in diesem Ratgeber, wie einzelne Menschen und Initiativen etwas zum Positiven bewegt und sogar Geschichte geschrieben haben. Eine Anleitung zum Selberhandeln!

Buch vorbestellen

jetzt.de: Zum Beispiel Politik

jetztde„Die Erneuerung der Inhalte der Politik ist der Königsweg zur Erneuerung der Macht der Politik“, sagt der Soziologe Ulrich Beck. „Es gibt also nicht nur einen idealistischen, sondern auch einen machtstrategischen Idealismus.“ Heute möchte ich zehn Vorschläge machen, wie wir mithilfe von Politik und Demokratie den Grundprinzipien Freiheit, Gleichwertigkeit und Geschwisterlichkeit wieder den Vorrang vor Ausbeutung und Profitstreben geben könnten.

Wem das zu utopisch klingt, der sei daran erinnert, dass bis vor wenigen Jahrzehnten auch Dinge wie Demokratie, Frauenwahlrecht, Gewerkschaftsrechte, Schwulenrechte oder ökologische Mindeststandards Utopien waren.

1. Freiheit schaffen!
Kein Mensch darf in seiner Freiheit, zu kommen, zu gehen oder zu bleiben, eingeschränkt werden. Niemandem darf verboten werden, egal wo, wie und mit wem zu leben, – es sei denn, um im Rahmen demokratisch gefasster Rechtsnormen zu verhindern, dass er oder sie die Freiheit oder Sicherheit anderer gefährdet. Viel mehr als für Kapital und Waren müssen Grenzen vor allem für Menschen offen sein.

2. Ungleichheit begrenzen!
Grenzenloser Reichtum schafft Armut, Umweltzerstörung und Machtmissbrauch und macht fast niemanden glücklich. Wenn kein Mensch mehr als zum Beispiel das 20-fache eines anderen bzw. des gesetzlichen Mindestlohns verdienen darf, und sich keine Privatperson mehr als eine maßvolle Obergrenze an Vermögen aneignen kann, erhöht das den Wohlstand für alle und ermöglicht die gleichberechtigte Teilnahme an demokratischen Prozessen. „jetzt.de: Zum Beispiel Politik“ weiterlesen

Megaphon: „Lachen gegen die Angst“

In der Dezemberausgabe des Grazer Straßenmagazins Megaphon habe ich über Politik und Humor geschrieben:

Lachen gegen die Angst

Nichts fürchten die Mächtigen mehr als Menschen, die Spaß haben

Immer wenn die Häuptlinge des nordamerikanischen Volkes der Hopi hoch zu Ross ihre Macht demonstrierten, zäumten die Chühü’wimkya ihre Pferde von hinten auf. Die „Gegenteilmenschen“, wie diese Clowns bei den Hopi hießen, provozierten dann lärmend und obszön gestikulierend Gelächter und stahlen ihren Führern die Show. Und wenn der mächtige Schamane das Volk mit Magie und Zauberei beeindruckte, wurde er von den Gegenteilern so patschert imitiert, dass alle lachend seine Tricks durchschauten. „Megaphon: „Lachen gegen die Angst““ weiterlesen