Modern Slavery Thriving in the U.S.

Eine Studie der University of California kommt zum Ergebnis, dass in den USA mindestens 10.000 Menschen unentgeltliche Zwangsarbeit verrichten. Vor allem in Sweatshops, Restaurants, Hotels, landwirtschaftlichen Betrieben und Haushalten sowie in der Sexbranche werden Sklaven und Sklavinnen beschäftigt.

Betroffen sind in erster Linie illegalisierte EinwandererInnen. „The most shocking aspect of this report is that modern-day slavery still exists,“ berichtet Berkeley-Professorin Laurel Fletcher. „Slavery is a problem the public thinks we solved long ago, but, in fact, it’s alive and well. It has simply taken on a new form.“

Volltext der Studie vom September 2004 (73 Seiten) als pdf: Hidden Slaves: Forced Labor in the United States

Brasilien will Sklaverei beenden

Obwohl die Sklaverei offiziell seit 1888 abgeschafft ist, gibt es in Brasilien noch immer geschätzte 25.000 bis 50.000 Sklaven und Sklavinnen, größtenteils in der Landwirtschaft. Die Regierung hat in den ersten 19 Amtsmonaten 6,465 Menschen befreit; bis 2006 will Lula die Sklaverei auch de facto beenden.

Dafür sollen nun die Strafen angehoben werden. Sie liegen derzeit bei 88 Euro pro entdecktem Sklaven. Zum Vergleich: Die Strafe fürs Fangen einer seltenen Papageienart beträgt umgerechnet 1,400 Euro. Nun will der Kongress auch die Enteignung der Großgrundbesitzer erleichtern.

Ein aktuelles Dossier über Sklaverei in Brasilien gibt es hier.

Die gute Nachricht: Brasilien hat meinen Geburtstag zum Nationalfeiertag erklärt. Schon 1822.