Interview mit Radio Fro: Den Mächtigen die rote Nase zeigen

„Der neoliberale Schwachsinn hat uns eingetrichtert, dass wir alleine besser leben“

Als Co-Autor des Schwarzbuch Markenfirmen hat Klaus Werner-Lobo gemeinsam mit Hans Weiss 2001 einen Bestseller geschrieben, der bereits mehrfach aufgelegt wurde. Es wird als Meilenstein der Globalisierungskritik bezeichnet und listet auf, wie multinationale Konzerne gegen Naturschutz und Menschenrechte verstoßen. Sein aktuelles Buch „Frei und Gefährlich – Die Macht der Narren“ dreht sich darum, wie befreiend und wirksam es ist, sein eigenes Scheitern, seine eigene Lächerlichkeit zu akzeptieren und damit unangreifbar für politische Angstmacher zu werden. Georg Steinfelder hat ihn in für das FROzine zum Gespräch getroffen.

Mach dich doch lächerlich!

„Wer es erstens schafft, sich selbst anzunehmen, und zweitens die Angst vor der eigenen Lächerlichkeit verliert, ist Werner-Lobo überzeugt, wird vieles gewinnen“, schreibt das Kund_innenmagazin von DM active beauty über „Frei und gefährlich – Die Macht der Narren in seiner aktuellen Ausgabe:

„Vor allem ein großes Maß an Freiheit. Die Freiheit, sich weder verstellen noch verrenken zu müssen. Damit gibt man dem anderen automatisch zu spüren: Nimm mich so, wie ich bin, mit all meinen guten und schlechten Seiten, oder lass es bleiben. Die Scheu davor zu verlieren, die eigene Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit zu zeigen, wirkt befreiend. Der Schlüssel dabei ist laut Werner-Lobo, nicht nach Anerkennung zu haschen, sondern seinen Emotionen zu folgen.“